5 überraschende Luftverschmutzer in Innenräumen und wie man sie bekämpft

Hast du dich jemals gefragt, warum du dir Gedanken über die Sauberkeit des Wassers machst, das du trinkst, aber nicht über die Luft, die du jede Sekunde einatmest?
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Du atmest etwa 15.000 oder mehr Liter Luft pro Tag ein, ohne genau darüber nachzudenken, was du eigentlich in deinen Körper lässt. Saubere Luft in Wohnräumen ist lebensnotwendig. Dennoch ist die Luft in Innenräumen bis zu 5 Mal stärker verschmutzt als die Außenluft (U.S. Environmental Protection Agency). Es gibt viele Quellen in deinem Haushalt, an denen Schadstoffe in die Innenraumluft freigesetzt werden und somit auch für dich gefährlich werden können. Welche Quellen das sind und was du dagegen tun kannst, erfährst du im folgenden Artikel.

Luftverschmutzung in Innenräumen durch: Reinigungsprodukte (VOCs)

Viele haushaltsübliche Reinigungsprodukte enthalten schädliche Chemikalien wie Alkohol, Chlor, Ammoniak oder Lösungsmittel auf Erdölbasis, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken, deine Augen oder deinen Rachen reizen und Kopfschmerzen verursachen können. Einige Reinigungsprodukte setzen gefährliche flüchtige organische Verbindungen (VOCs) frei, die chronische Atemprobleme verursachen und Allergien, Asthma und andere Atemwegserkrankungen hervorrufen und verschlimmern können. Zu den Produkten, die VOCs enthalten, gehören die meisten Aerosolsprays, Chlorbleiche, Teppich- und Polsterreiniger, Möbel- und Bodenpolituren sowie Ofenreiniger.

Die beste Möglichkeit um die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, besteht darin, die Quellen von VOCs zu begrenzen. Einige Produkte können so hohe Mengen an VOCs produzieren, dass es sicherer ist, sie ganz zu entfernen.

Da potenzielle Quellen der Innenraumluftverschmutzung hauptsächlich mit bestimmten Detektionsgeräten identifiziert werden können und nicht jeder diese in seinem Haus hat, gibt es einige Möglichkeiten, die Belastung der Luft mit VOC-Partikeln zu minimieren.

Bei schwachen VOCs kann die reine Belüftung als Maßnahme genutzt werden, um die VOC-Belastung erheblich reduzieren, insbesondere wenn Räume gestrichen oder neue Teppich- oder Vinylböden verlegt wurden. Du kannst die Belüftung nicht nur durch das Öffnen von Fenstern und Türen erhöhen, sondern auch durch den Einsatz von Ventilatoren, um Außenluft einzulassen. Es ist auch hilfreich, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten, da Chemikalien wie Formaldehyd bei Wärme oder Feuchtigkeit flüchtiger werden. Achte beim Kauf neuer Gegenstände darauf, Produkte (z. B. Farben, Teppiche) mit niedrigem oder gar keinem VOC-Gehalt und Holzgegenstände mit emissionsarmen Oberflächen zu verwenden. Beim Kauf eines neues Sofas, lass es ein paar Tage in der Garage stehen, bevor du es ins Haus bringst oder versiegel Spanplatten oder Pressholzmöbel mit Lack. Wenn du einen neuen Teppich kaufst, bitte den Verleger, den Teppich ein paar Tage vor dem Verlegen zu lüften.

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Luftverschmutzung in Innenräumen durch: Möbel

Chemische Flammschutzmittel sind in einer Vielzahl Möbelstücken und auch anderen Haushaltsgegenständen üblich. Seit sie jedoch zum Schutz vor Bränden vorgeschrieben sind, haben sie sich als Ursache für zahlreiche Gesundheits- und Umweltprobleme erwiesen. Darüber hinaus können sie bei einem Brand für die Entstehung von giftigen Gasen oder Ruß verantwortlich sein, was sie somit zu dem eigentlichen Killer bei Bränden macht.  Flammschutzmittel sind am häufigsten in Möbeln zu finden, die Polyurethanschaum enthalten, darunter Sofas und gepolsterte Stühle, Futons und Teppich Polsterungen. Darüber hinaus können sie auch in Kindersitzen, Wickeltisch Kissen, tragbaren Kinderbett Matratzen, Schlafmatten und Stillkissen zu finden sein. Sie wandern aus den Produkten heraus und verunreinigen den Hausstaub, der sich auf Böden, auf denen Kinder spielen, ansammelt und auch in die Luft gelangen kann.

Es ist fast unmöglich, Flammschutzmittel vollständig zu vermeiden. Wenn du jedoch die folgenden Vorsichtsmaßnahmen ergreifst, kannst du zumindest die Belastung minimieren:

  • Sauge Teppiche mit einem Staubsauger, der einen HEPA-Filter enthält.
  • Untersuche die Schaumstoffpolsterung auf Beschädigungen. Vergewisser dich, dass die Kissenbezüge intakt sind, da freiliegender Schaumstoff die feuerhemmenden Chemikalien schneller entweichen lässt. Gegenstände wie Autositze und Matratzenauflagen sollten immer vollständig mit einem Schutzstoff umhüllt sein.
  • Informiere dich vor dem Kauf von Babyartikeln wie Kinderbett Matratzen und Autositzen, und wähle Produkte, die keine feuerhemmenden Stoffe enthalten.
  • Wenn du eine neue Couch kaufst, wähle eine ohne feuerhemmende Stoffe. Achte auf das Etikett TB 117-2013 und vergewisser dich beim Händler, dass das Produkt keine Flammschutzmittel enthält.

Luftverschmutzung in Innenräumen durch: Küchenherd

Eine schlecht belüftete Küche kann einen großen Anteil an der Raumluftverschmutzung Zuhause verursachen.

Gasherde emittieren Stickstoffdioxid (NO2), das bei der Verbrennung durch hohe Temperaturen entsteht. Stickstoffdioxid vermischt sich mit der Luft und bildet Salpetersäure und giftige organische Nitrate. Diese können die Lunge reizen und die Widerstandskraft gegen Atemwegsinfektionen wie Grippe verringern. Laut EPA kann eine häufige Belastung mit hohen Nitratkonzentrationen bei Kindern zu akuten Atemwegserkrankungen führen.

Stelle immer sicher, dass deine Küche während und nach dem Kochen gut belüftet ist. Die Installation einer Dunstabzugshaube kann die Luftqualität erheblich verbessern. Wenn du keine Dunstabzugshaube besitzt, solltest du in der Nähe eines  geöffneten Fensters kochen.

Luftverschmutzung in Innenräumen durch: Wandfarbe

Wenn neue Farbe trocknet, kann die Luftverschmutzung (VOC) in Innenräumen 1000-mal höher sein als im Freien. Farbe setzt VOCs in die Luft frei. Da Farben oft in bewohnten Räumen aufgetragen werden und die VOC-Emissionen auch noch 6 Monate nach dem Auftragen anhalten können, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen den Dämpfen von frisch gestrichenen Oberflächen ausgesetzt sind, sehr hoch. Einige dieser Innenraumluftverunreinigungen werden zusätzlich als krebserregend eingestuft. Zu diesen Chemikalien gehören Methylenchlorid und Benzol. Aber auch wenn du seit Jahren nicht mehr gestrichen hast und du in einem älteren Haus wohnst, können die Wände mit Bleifarbe beschichtet sein, die in den späten 1970er Jahren sogar verboten wurde. Blei kann auch noch Jahrzehnte nach dem Streichen eines Raumes ein starkes Nervengift sein, da die Farbe abplatzt und von der Oberfläche abblättert. Viele dieser Splitter werden zu mikroskopisch kleinen Partikeln pulverisiert, die dann Teil der Raumluft werden und somit eingeatmet werden können. Neue Farben enthalten in der Regel VOCs und können noch Wochen oder sogar Monate nach dem Streichen eines Raumes ausgasen. Farbdämpfe können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Asthma, Müdigkeit, Hautallergien, Verwirrung und Gedächtnisstörungen verursachen.

Wähle beim Kauf von Farben nur Marken, die VOC-frei sind. Diese Farben sind genauso gut wie normale Innen- und Außenfarben, und als zusätzlicher Vorteil trocknen sie in der Regel auch viel schneller.

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Luftverschmutzung in Innenräumen durch: Kerzen

So schön sie auch sein mögen, die meisten Kerzen belasten die Raumluft in der Wohnung mit schädlichen Gasen und Ablagerungen. Unabhängig davon, woraus die Kerze besteht, setzen alle Kerzen beim Verbrennen rußige Kohlenstoffpartikel frei, die sich in der Luft verteilen und Atemwegsprobleme verursachen können. Kerosinkerzen sind hier am gesundheitsschädlichsten. Kerosin ist ein Nebenprodukt von Erdöl, Kohle oder Schiefer, das mit Bleichmitteln gebleicht wurde, die es mit Dioxinen anreichern – eine der giftigsten Substanzen, die je produziert wurden. Eine andere Chemikalie, Acrolein, wird mit dem Risiko von Lungenkrebs durch Zigarettenrauch in Verbindung gebracht und wird dem Wachs als Verfestigungsmittel zugesetzt. Weitere Giftstoffe in Kerzen sind künstliche Farbstoffe und synthetische Duftstoffe, insbesondere solche, die für die Aromatherapie verwendet werden. Diese Inhaltsstoffe enthalten oft giftige Weichmacher und Lösungsmittel, die beim Abbrennen der Kerze freigesetzt werden.

Eine sicherere Wahl ist es, Kerzen zu kaufen, die aus Bienenwachs oder pflanzlichen Ölen und mit natürlichen Farb- und Duftstoffen hergestellt sind. Weitere interessante Informationen, die beim nächsten Kerzenkauf beachtet werden sollten, um sicherzustellen, dass du mit deiner Kerze kein Gesundheitsrisiko eingehst, findest du in einem anderen unserer Blogposts: 8 Tipps wie du beim nächsten Candle-Light Dinner nicht die Gesundheit deines Gegenübers gefährdest

Alles in allem sollte jedem klar sein, dass unser Zuhause, der Ort, an dem wir Menschen uns am sichersten fühlen sollten, viele Quellen zur Luftverschmutzung birgt. Wenn wir uns diesen über einen längeren Zeitraum aussetzen, können wir unserem Körper langfristige Schäden zufügen, die uns in unserem Alltag einschränken. Neben den oben genannten Maßnahmen machen vor allem Luftreiniger einen großen Unterschied, wenn es um die Luftqualität zu Hause geht. Der OneLife X Luftreiniger schützt deine Gesundheit und die deiner Lieben vor den Auswirkungen verschmutzter Raumluft. Darüber hinaus ist er nachhaltig und ressourcenschonend. Erfahren mehr hier.